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B07293

Reformierte Kirche

SchlagworteHaustafel, Reformierte Kirche, Religion, Bauma Reformierte Kirche
Jahr2018
Standort
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KategorieHaustafel
  • Am 18. Oktober 1650 bot der Wirt Hans Rüegg einen Teil seiner “Münzachwiese“ neben seinem Gasthaus Tanne gratis als Bauplatz für die Kirche an. Im Gebiet der neu zu erstellenden Kirche lebten geschätzte 837 Seelen in 30 kleinen Dörfern, die bis anhin den Kirchgemeinden Pfäffikon, Bauma und Wila angehörten. Das bedeutete für die Bewohner Kirchwege von 1 – 3 Stunden.
  • Am 14. April wurde der Antrag zur Baubewilligung gestellt und bereits am 27. Mai begannen die Bauarbeiten. Da aber anstelle des Dachreiters neu ein Turm gewünscht wurde, mussten die Pläne abgeändert werden. Sie wurden von der Regierung speditiv bewilligt. Unter der fachlichen Bauleitung von Baumeister Söllis arbeiteten verschiedenste Handwerker aus der näheren und weiteren Umgebung am Bau. Nach weniger als sieben Monaten war die Kirche soweit vollendet, dass sie benützt werden konnte. Verschiedene Amtspersonen, Gemeinden und Behörden stifteten Fenster, Taufstein und Kanzel.
  • Am 14. Dez. 1651 fand der Einweihungsgottesdienst statt. Der Bau der Kirche führte dazu, dass um das Gotteshaus das Zentrum Bauma entstand. Zu dieser neuen Gemeinde gehörten 41 Siedlungen mit 122 Haushaltungen, bewohnt von 776 Seelen. Die Kirche konnte vollständig mit Spenden bezahlt werden und bot Platz für 700 Personen. Nach Abzug sämtlicher Löhne für Handwerker, Boten und Materialkosten verblieb ein Baukostenüberschuss von 840 Gulden. Dieser Überschuss reichte noch etliche Jahre für “dem Sigrist syn Belohnung, dem Pfarrverweser syn Zehrung und etwas andere Usgaben“.
  • 1769 / 70 wurde die Kirche abgerissen und durch Maurermeister Jakob Haltiner aus Altstätten neu erstellt und vergrössert, zählte doch die Kirchgemeinde 1200 Abendmahlberechtigte. Der ganze zweite Kirchenbau war im Juni 1770 vollendet. Es ist die noch heute bestehende Kirche. Durch die Schenkung von 200 m2 Land konnte der Friedhof bei der Kirche erweitert werden. Von der alten Kirche erhalten sind der Wappenstein über dem Westeingang und die Kanzel (ohne das Kanzeldach).
  • Am 25. Mai 1856 konnte der neue Friedhof im Rossweidli bezogen werden. Die alte Friedhofmauer bei der Kirche wurde ab 1870 abgetragen und eine Gartenanlage gestaltet.
  • 1886 wurde ein neues, vierstimmigen Geläute (h-Dur) aufgezogen. Es ersetzte das alte, unharmonische. Im Jahr 1926 fand eine Totalrenovation statt unter der Leitung von Architekt Koella aus Wädenswil.
  • An der Kirche befindet sich seit Beginn eine Uhr, die an beiden Zifferblättern bis 1885 nur einen Stundenzeiger besass. Dann erst wurden die Minutenzeiger montiert.
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    11.11.2018. 14:29

    B07270

    Erstes Primarschulhaus

    SchlagworteHaustafel, Altes Steueramt, Altes Primarschulhaus, Sekundarschule Erstes Primarschulhaus
    Jahr2018
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    KategorieHaustafel
  • Von 1671 bis 1828 besuchten die Kinder von Bauma während 150 Jahren die Schule in der Stube der Familie Wartmann im Frohsinn.
  • Das erste Schulhaus in Bauma wurde im Jahr 1828 im Auftrag der politischen Gemeinde gebaut . Es verfügte über zwei Schulzimmer und eine Lehrerwohnung. Es war für die damalige Zeit zweckmässig eingerichtet mit zwei Wandtafeln, 78 Schreibtafeln mit Griffeln und verschiedenen Tabellen.
  • Ab 1873 wurde das alte Primarschulhaus der Sekundarschule überlassen. Diese nutzte das Haus bis zum Bau des Sekundarschulhauses 1910.
  • 1926 zog das Steueramt in dieses Gebäude ein.
  • Anschliessend wurde es für die verschiedensten Zwecke verwendet: Kindergarten, Sonntagsschule, Arrestlokal, Munitionsdepot, Mütterberatung, Arztpraxis, Bibliothek, Notwohnung. Heute beherbergt es die Handweberei.
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    11.11.2018. 14:29

    B07272

    Gasthaus zum Adler

    SchlagworteHaustafel, Gasthaus, Adler, Hotel, Jucker, Mittelholzer, Schwarz, Bed&Breakfast Gasthaus zum Adler
    Jahr2018
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    KategorieHaustafel
  • Der Adler war ein stolzes Hotel inmitten des Dorfes. Angeschlossen war eine Fuhrhalterei.
  • Zu den berühmten Betreibern des Gasthofes und des Hotels gehören Schaggi Jucker und von 1977 bis 2011 das Wirteehepaar Mittelholzer.
  • 2011 übernahm Helen Schwarz den Adler und führt ihn als Bed&Breakfast weiter.
  • 2017 im Besitz der Thalmann AG resp. Ruth Thalmann
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    11.11.2018. 14:29

    B07273

    Gasthaus zum Tanne

    SchlagworteHaustafel, Gasthaus, Hotel, Taverne, Tanne, Zollhaus, Waaghaus, Bühne, Saal, Tannensaal, Wirtshausschild Gasthaus zum Tanne
    Jahr2018
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    KategorieHaustafel
  • Das genaue Baujahr des Gasthauses zur Tanne ist unbekannt, wird jedoch im Zehntenrodel von 1541 erstmals erwähnt. 1651 schenkte der damalige Wirt, Hans Rüegg, eine Wiese vor seinem Gasthof für den Bau einer Kirche, womit Bauma zu einer Kirchgemeinde wurde. Nach und nach gruppierte sich um Kirche und Gasthaus eine eigentliche Siedlung.
  • 1661 erteilte die Zürcher Regierung dem Ort Bauma das Marktrecht. Deshalb erstellte der Tannenwirt ein Zoll- und Waaghaus.
  • 1786 brannten im Dorf neun Häuser nieder, darunter auch den Gasthof zur Tanne mit dem Zoll- und Waaghaus.
  • Ein Jahr später wurde das Gebäude mit dem heutigen Kubus neu aufgebaut.
  • 1864 wurde eine Metzgerei eingebaut, später eine Bijouterie, 1885 erfolgten Umbauten, 1895 ein Backsteinanbau mit Tanzsaal und Bühne.
  • 1964 erwarb die Politische Gemeinde Bauma den Gasthof, vor allem um den Saal für Vorführungen der Vereine zu erhalten.
  • 1997 wurde das Gebäude umfassend saniert, Fremdenzimmer eingebaut und der Saal mit den modernen Beleuchtungs- und Audioanlagen ergänzt.
  • Als besonderes Schmuckstück prangt seit 1775 das prächtige Wirtshausschild an der Tanne.
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    11.11.2018. 14:29

    B07274

    (G)Rütli

    SchlagworteHaustafel, Restaurant, Wirtschaft, Bäckerei, Wartmann, Moser, Schiess, Laden, Werkstatt, Kägi, Spörri, Brand, Rütli, Grütli, (G)Rütli
    Jahr2018
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    KategorieHaustafel
  • Jakob Wartmann, Gürtler und Friedensrichter, kaufte 1775 einen Hausteil von den Rüeggen; 1786 das neue Haus von Schlosser Hans Georg Rüegg. Vier Monate später brannte die Liegenschaft beim grossen Dorfbrand vollständig nieder. Seine Familie mit drei Kindern verlor dabei sein neugebautes Haus mit Stube, Kammer, Küche, einer halben Scheune und Stallung.
  • Er baute es im folgenden Jahr neu auf, als Doppelhaus mit Scheune. Dazu gehörten zwei Wohnstuben, eine Übungsstube, Küche, Keller, vier Kammern, Scheune und Stallung.
  • 1829 übernahm der Sohn Jakob Wartmann-Wartmann, Gemeindeammann, das Haus.
  • 1836 kaufte Johann Spörri die Liegenschaft. Dr. med. Jak. Spörri bezog 1850 das Haus, richtete eine Praxis ein, war Krämer und Weinschenk.
  • 1886 wurde Rudolf Kägi neuer Besitzer und baute eine Schlosserwerkstatt an.
  • 1900 öffnete das Restaurant Grütli seine Türen zusammen mit einer Bäckerei mit Laden.
  • 1908 übernahm der Konsumverein die Bäckerei, die 1912 an Hans Moser weitergegeben und 1971 an Werner Schiess verpachtet wurde, der sie 1978 käuflich erwarb.
  • 1999 baute Werner Schiess den Laden um und verlegte den Eingang auf die Strassenseite.
  • 2015 verlor das Gebäude mit der Schliessung der Bäckerei seine Bedeutung.
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    11.11.2018. 14:29